Helmeloh's Notizblog

für Tai Chi Chuan, EDV, Linux, Dadaichmuss …

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Ich habe mir überlegt, ob ich dieses Wochenende nach Berlin eislaufen fahren soll, weil ich hörte, dass sie im Rahmen der Berlinale vom 11. bis zum 21. Februar die ganze Stadt in einen Eislaufplatz verwandelt haben. Ich kann leider nichts dazu “ergoogeln” und frage mich, ob es am Flughafen und an den Bahnhöfen überhaupt Eislaufschuhe zum borgen gibt. Womöglich war das nur ein Scherz, um sportliche Berlinalefans anzulocken. Also packe ich sie vorsichtshalber ein und falls es sich bei der Meldung vom stadtweiten Eislaufplatz um eine Ente handeln sollte, kann ich ja das Erika-Heß-Eisstadion kennen lernen.
Ach, in der Wiener Zeitung lese ich gerade:

“Berlinale” kämpft im Jubiläumsjahr gegen die Vereisung, da schreibt WZ-Korrespondent Markus Kauffmann:
“Bitte vergessen Sie nicht, sich festes Schuhwerk für die teilweise sehr vereisten Berliner Gehwege und angemessene Winterkleidung einzustecken”, warnt die Leitung der Berliner Filmfestspiele – und bietet in ihrem Online-Shop gleich wärmende Pullover mit Kapuzen, Schals und Wollmützen an. Gleichzeitig heuert sie private Schneeräumungsfirmen an, damit im total vereisten Berlin Besucher und Stars der 60. Berlinale nicht im Krankenhaus statt im Kino landen…
siehe “Berlinale” kämpft im Jubiläumsjahr gegen die Vereisung

Da habe ich also anscheinend doch etwas falsch verstanden und muss mein Bild “vom Deutschen” revidieren. Wie ist den “der Deutsche” eigentlich? Das Klischee reicht von pünktlich, genau, pedantisch, egoistisch, verbissen, fleißig, über er versteht keinen Spaß, säuft im Urlaub bis zum Umfallen und reserviert die Liegen am Pool vor Sonnenaufgang. Er ist streitsüchtig, schnell beleidigt und hat wenig Sex, was gut ist, denn beim Sex soll er laut Umfragen genau so schlecht sein wie beim tanzen. Er ist ein guter Autofahrer, das sieht man ja in Cobra 11 und sie haben ein gutes Verkehrssystem. Berlin ist da vielleicht ausgenommen, aber die Klischees über Deutsche beziehen sich ja oft ohnehin nur auf die Bayern und damit assoziiert man Lederhosen, Bier und Bratwurst, gell?;-)

Übrigens, es sind 20 Filme im Hauptbewerb und zwei Beiträge aus Österreich auf der Berlinale zu finden, aber ich werde mich doch lieber mit dem Wiener Eistraum am Rat­haus­platz oder dem Wiener Eislauf-Verein begnügen.

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ist bereits wieder schwer beschäftigt und färbt die bunten Kugeln für den Weihnachtshasenbaum. Beim Jupiter, das hat Saturn aber wirklich originell ersonnen. Holt euch schnell die neuesten, geilsten shooter und legt sie euren glücklichen Kindern unter den friedlichen Weihnachtshasenbaum. Denn man glaubt es kaum, empfangen ist vergangen und für Götter genügen der Wochen an Schwangerschaft drei. Die Wonnen sind also gleich wieder vorbei. Es ist so weit: “Freuet euch, der Weihnachtshase kommt bald und genau so schnell wird ihm auch kalt. Doch auch als Schnee von gestern, huldigen ihn noch die Schwestern.” Sie kraulen sein langes Ohr, hören, sehen, sagen nichts, doch ihre inneren Stimmen singen im Chor:
Hal le lu ja, halle lu ja, halleluja!
Könnt ihr es hören?
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Ich habe das doch gerade erst vor 40 Jahren gelernt und schon ist das meiste wieder vergessen. Also, wie war das noch mit Bruchtermen und den Binomischen Formeln?

Auf Mathematik für die Schule fand ich eine übersichtliche Zusammenfassung, die mir schnell wieder auf die Sprünge hilft, damit ich gerade noch die Kurve kratzen kann, wenn ich meinen Kindern Rede und Antwort stehen muss.

Soll ich meine Quelle verraten? Nein, ein wenig schummeln ist erlaubt, ich habe mir einfach alles gemerkt und falls es mich einmal ins Casino verschlägt, werde ich auf die Poisson-Verteilung vertrauen und wahrscheinlich alles verspielen, es sei denn, ich kann den Informationsgehalt der analogen, akustischen Signale statistisch signifikant erwittern. (;-)

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damit wir keine Förderungen für Gameserver brauchen, um Gewalt verherrlichen zu können.
Ich mag diese “Killerspiele” überhaupt nicht und finde, dass es interessantere und sinnvollere Beschäftigungen gibt, aber bitte, es soll jeden selbst überlassen werden, wie er seine Freizeit verbringt und solange meine Steuern nicht für Förderungen solcher Spiele verwendet werden, berührt mich dieses Thema kaum.
Wer aber wirkliche Gewaltverherrlichung sucht, der bildet sich einfach weiter und schmökert ein wenig im Alten Testament.
Da mich Flauberts sprachlicher Ausdruck sehr anspricht, ich liebe seine Salambo wegen seiner lebendigen Darstellung. Bei ihm kann ich die Szenen und Landschaften sehen, die Speisen und Blumen riechen und sogar die Stimmen der Personen hören.
Wegen Flaubert konnte ich mir sogar den Söldnerkrieg 241-238 v. Chr. nach dem Ersten Punischen Krieg in Geschichte merken. Daran erinnerte ich mich, als ich über den Film “Aufstand der Legionen” stolperte. Ich möchte dazu lieber nichts sagen, aber ich habe fast den ganzen Film irgendwie laufen lassen. Hinsehen und zuhören konnte ich dabei aber beim besten Willen nicht. Ich kann also behaupten, ich war anwesend, als er der Film gespielt wurde und so musste ich mich natürlich zu Holofernes näher informieren. Dieser Kerl brachte mich dann endlich mit Judit zusammen. War das nicht ein liebes Mäderl?

Sie hatte eine schöne Gestalt und ein blühendes Aussehen. Ihr Gatte Manasse hatte ihr Gold und Silber, Knechte und Mägde, Vieh und Felder hinterlassen, die sie in ihrem Besitz hielt. Niemand konnte ihr etwas Böses nachsagen, denn sie war sehr gottesfürchtig.(Jdt 8, 7-8)

Das liebe Mädchen rettete das Gottesvolk und …

Bei einem Mahl dann am 40. Tag der Belagerung, welches ihr zu Ehren gegeben wurde, wurde Holofernes so sehr betrunken, Kap. 12, dass Judit, welche mit ihm allein gelassen worden war, ihm mit seinem eigenen Schwert das Haupt abschlagen konnte. Letzteres brachte sie mit sich zurück nach Betulia zum freudigen Erschrecken aller dort Befindlichen, Kap. 13.

Ach wie romantisch und rührend, fast könnte ich mich platonisch in sie verlieben. “Fast” habe ich gesagt, denn erstens ist sie mir schon ein wenig zu betagt und zweitens wäre es mir wahrscheinlich doch unangenehm, wenn sie mit meinem Kopf wowöglich Fußball spielen würde, selbst dann, wenn ohnehin alles nur platonisch liefe.
Aber ich glaube man könnte die Story gut als Vorlage für ein neues MMORPG oder Ego-Shooter verwenden.

Es stimmt mich traurig, wenn ich feststellen muss, dass die Gewaltverherrlichung fast so alt ist wie die Menschheit und wenn ich sehe, dass sie heutzutage auch noch total verharmlost wird. Ist es wirklich so toll, wenn man möglichst realistisch (egal ob mit Farbpatronen oder Computersimulationen) andere erschießen kann?

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Dada muss ich ihn verleihen.
Die Nichtraucher wurden immer militanter und agressiver. Man musste nicht mehr mit einer Zigarette erwischt werden, oder nach Tabak riechen, es genügte, ein tolerantes Wort für Ex-Raucher auszusprechen, um gelyncht oder inhaftiert zu werden. Daher erfand man Geschichten, wollte man etwas über Raucher oder Tabak sagen. Irgend wer hat auch diese erfunden, möglicherweise war ich es sogar selbst.
Ort: Amerika, in dem Land, wo alles möglich ist
Zeit: nach 2009
Personen: Billi the Smoker, Jo the Talker, Häuptling Smoky, Smonky und andere Nichtraucher

In einer radioaktiv verseuchten Gegend in Nevada sollte Smonky von Smoky den Nichtraucherorden verliehen bekommen. Nicht weil er nicht rauchte, das tat ja ohnehin kaum jemand, außer ein paar verwegene Outlaws wie Billi und Jo, sondern weil man bei der Beantragung des Nichtrauchernachweises bemerkte, dass er schon in der 4. Generation ein reinrassiger Nichtraucher war. Also immer beide Elternteile seit 3 Generationen nachweislich reinrassige Nichtraucher waren. Smonky und seine Frau Donky waren natürlich geborene und überzeugte Nichtraucher und dafür, ja und auch ein wenig für die Anzeige eines Rauchers in West Virginia sollte Smonky heute den Nichtraucher Orden von Häuptling Smoky bekommen.
Es war alles gut vorbereitet und zwei große Lagerhallen standen für die Zeremonie in der verstrahlten, weiten Einöde bereit.
Die wirklich unmöglichsten Vogelfreien von den ganzen Staaten, sprich Billi und Jo, wollten eine Störaktion starten und freuten sich ebenfalls auf die Feierlichkeit. Sie parkten ihre Fahrräder in Halle B und checkten noch schnell ihre Tschikpackerl. Ein Klick kam von Jo’s Zippo als er meinte: “Alles voll, die Party kann steigen, die pofeln wir ein, das der Rauch aufsteigt.”
Es war extrem kalt. Die etwa 100 Partygäste, alles Nichtraucher natürlich, die in etwa 100 Autos zur Feierlichkeit kamen, froren. Ein Blizzard näherte sich hurrikanös schnell und die Nichtraucher flohen mit ihren Lenkwaffen in Halle A. Smoky warnte noch, lasst die Benzinkutschen heraußen, aber die Bequemlichkeit machte sie taub.
Jo schloss die Tür von Halle A, um sich dann mit Billi in Halle B zu verbarrikadieren.
Jo: Billi, möchtest du auch nur mit einem einzigen nichtrauchenden Autofahrer in einem Raum sein?
Billi: Nö, nicht einmal wenn der Raum so groß ist wie die Erde samt Hülle.
(das Radio am Handy bringt Nachrichten)
Billi weiter: Hörst du das Rauschen nicht? Schalte die Fernsteuerung ab!
Jo (mit einer Zigarette im Mundwinkel): done!
(er nimmt die Zigarette heraus und während die brennende Zigarette lässig ein paar Thumbspins dreht, meint er weiter) War doch nur das beknackte uralte Gehirnwäschemuster. Bist du dagegen noch immer nicht immun? Egal, es ist aus.
(das Radio ist aus)
Atü und ade, das tut weh.
Beruhigt hat sich das Wetter, es war schon alles vorbei, als der 200 g schwere Orden in einem riesigen Track herangekarrt wurde.
Die Gäste waren samt Smonky im Abgas gestorben, doch der Orden zierte die Leiche und man spielte eine Hymne zu ehren der armen Verfallenen. Der Trackdriver erhob seine Stimme zur feierlichen Ansprache: Gott ist groß … doch er wurde von Billi aktiv gestört und unterbrochen, der da schrie: “ja, über einen Meter achtzig, doch die Geld- und Machtgier, die Arroganz und die Dummheit der Menschen sind größer!
Trackdriver rief das Eliteeinsatzkommando des Nichtraucherkommitees, welches sich sofort mittels Heli-Apachen näherte und die verdammten, gottlosen Schwerverbrecher Billi und Jo durch die radioaktiv verseuchte Wüste Nevadas jagte.
Manitu hat nichts gesehen,
Atü und ade, das tut weh.

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