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Mantis
Die Gottesanbeterin (Mantis; Tang Lang Quan) stammt von Wikimedia Commons

Die wichtigsten grundlegenden Komponenten des Taijiquan kann man im Taiji Ba Men (8 Grundprinzipien), die aus den vier Grundkräften Peng, Lu Ji und an und aus den 4 Wirkungsweisen Cai, Lie, Zhou und Kao und den 5 Schritten (Wu Bu) sehen.
Siehe auch Taijiquan Shi San Shi (pdf) und Die 13 Grundbewegungen des Taijiquan (pdf)

Darüber hinaus findet man die Inneren Methoden: Jin, Xin, Jing, Qi und Shen und die sechs Harmonien (drei innere und drei äußere Zusammenschlüsse) als grundlegend Methoden bzw. Prinzipien.

In diesem Artikel geht es mir um Peng Jin, die Hauptkraft, die auch in allen anderen Kräften enthalten ist. Sie soll jedenfalls eine messende, sensible, elastische Kraft sein, aber mangels Erfahrung kann ich mir schwer eine Meinung zu dieser Kraft bilden, weshalb ich mich über Kommentare besonders freute.

In oben erwähnten pdf’s fand ich dazu schon einige Hinweise und weiters fand ich dazu:

Über die jin-Kraft des Taijiquan:
1) Verstehen der jin-Kraft (dongjin)

Im “Klassiker des Taijiquan (Taijiquan jing)” heißt es: “Durch Erlernen und ständiges Üben der Techniken wird man nach und nach das Verstehen der jin-Kraft erlangen. Dem Verständnis der jin-Kraft folgt allmählich die Erleuchtung. Ohne beharrliche Anstrengung kann man aber nicht zur plötzlichen Einsicht gelangen.” (vgl. Taijiquan-Lilun 2)

Die Fähigkeit des Verstehens der jin-Kraft beschränkt sich nicht nur auf die Hände und Arme, sondern auf den ganzen Körper. Um das zu erreichen ist es wichtig, dass das qi im ganzen Körper ungehindert fließen kann: “Leite das qi, wie durch eine neunfach gewundene Perle, wobei auch die kleinste Stelle durchdrungen wird.” Der Schlüssel, um diesen Zustand zu erreichen, liegt in der Haltung. Eine aufrechte Wirbelsäule, Schulter und Nacken locker, der Kopf, als wenn er an einen Faden aufgehängt sei, das Kinn leicht zur Brust eingezogen und den Atem ins dantian sinken lassen. Bei den Partnerübungen ist es sehr wichtig, dem Gegner keine Kraft entgegenzusetzen, da es sonst zur doppelten Schwere (shuangzhong) kommt.
Dieser Zustand bedeutet Stillstand, was dem Fließen widerspricht.

2) Sammeln der jin-Kraft (xujin) …. Originalartikel weiterlesen

In dem Artikel wird noch das Anwenden der jin-Kraft (yunjin) und jin-Kraft neutralisieren (huajin) sowie jin-Kraft abgeben (fajin) beschrieben.

In einem anderer Artikel wird zur Jin-Kraft Chen Changxing zitiert und man liest weiter:

Chen Changxing betrachtet hier das ‚eins’ nicht nur als Jin-Kraft, sondern auch als ‚eins’ der Körper-Struktur und als ‚eins’ der Körper-Bewegung. Daraus folgt, dass Taiji-Bewegungsprinzip die Einheit ist. Die Jin-Kraft erfüllt als Jin-Energie die Bewegung. Der Körper ist Träger für Jin-Kraft (Qi). Das betrachte ich ähnlich wie das Modell von Jing (Tatsächlich, Sache), Qi und Shen (Geist, Achtsamkeit). Das große Eins ist die Einheit von Jing, Qi und Shen, aber wenn es alleine (nur zur Erklärung) gesagt wird, heißt es Jing, Qi und Shen.

Menschen haben Dao-Herz und Dao-Körper. Diese Eins (der Mensch) ist erfüllt von Qi und erreicht alles mit Qi.

Auf der Praxis-Ebene bedeutet das Taiji-Bewegungsprinzip die Koordinierung und Vereinheitlichen von Herz und Yi (Wille, Bewusstsein, Vorstellung, Achtsamkeit), Qi (Atmen mit Achtsamkeit), Körper-Bewegung. Es beschreibt, wie man Herz und Yi, Qi in der körperlichen Bewegung einsetzt.

Wang Zongyue sagte, durch das Einüben von Zhao (der Formen und der Methoden) kann man die Jin-Energie verstehen lernen. Zhao (Formen und Methoden) bedeutet, einerseits die einzelne Form (alleine geübt), andererseits die Partner-Übung. Diese erreicht auch zwei Ziele:

* einerseits lernt man die Jin-Energie in sich,
* andererseits die Jin-Energie des Anderen zu verstehen.

Aus Gesichtspunkt von Bewegung und Gesundheit … Originalartikel weiterlesen auf Jin-Kraft von sich und andere zu verstehen

Es wird dann die Herz-Methode, Körperhaltung, Atmen und Bewegung beschrieben und eine Zusammenfassung mit der Überschrift “Um die Jin-Energie des Gegners zu verstehen, sollte man folgende Bewegungsprinzipien beachten” geboten.

Weitere Weblinks zu diesem Thema:
Q & A’s with Master Ma Yueliang. Interview by Patrick A Kelly
8 Energies
What is Peng Jin?
Fangschrecken
Tang Lang Quan

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Yin Yang
Yin Yang Symbol

Bei der Figur “Den Vogel am Schwanz fassen” werden die 4 Grundkräfte des Taijiquan deutlich, nämlich Peng, Lu, Ji und An.
Zurück zur Übersicht der Yang Form 24 bzw. zur 37er Form nach Cheng Man Ching
Bevor ich zu der Figur 7 des vereinfachten Yang Stiles bzw der 3. Figur in der 37er Form komme, eine Anmerkung zu den Grundlagen: Körperhaltung, Gewichtsverlagerung, Drehung, Armbewegung, Handhaltung, Standpositionen und Schreiten. Diesmal zur Drehung.
Die Drehung beginnt im Dantian. Das Zentrum (Bauchnabel) bzw. die Hüfte wird gedreht und der Rumpf (Schultern) folgt der Bewegung. Das volle Bein (belastet, Yang-Qualität) bleibt ruhig und macht die Drehung nicht mit. Das leere Bein (nicht oder wenig belastet, Yin-Qualität) kann wie der Rumpf und die Arme leicht und entspannt der Drehung des Zentrums folgen.
Die Haltung der Knie ist dabei besonders zu beachten. Das Knie darf nicht nach innen kippen und die Außenkante des Fußes darf den Bodenkontakt nicht verlieren. Die Knie bleiben senkrecht über dem Fuß, daher ist es vielleicht besser, anfänglich nicht zu weit zu drehen.

7. Figur: Den Vogel am Schwanz fassen

Eingangs wieder ein erklärendes Video Tai Chi Moves: Grasp Bird’s Tail

Zur Figur 7 siehe auch Vorderansicht, Seitenansicht und Zeichnungen.
.) Peng: abwehren (schwellen) nach rechts
Zu Beginn erfolgt ein Bogenschritt rechts, das Gewicht wird zuerst in die Mitte verlagert, dabei wird der rechte Arm mit einer Kraftwelle gehoben, die Handfläche zeigt zum Körper. Auf die rechte Hand blicken, der Daumen ist etwa in der Höhe des Mundes. Die linken Fingerspitzen berühren das rechte Handgelenk, wobei die Handfläche nach vorne zeigt. Die Unterarme sind halb angewinkelt und die Hände sind etwa 15° rechts von der Mittellinie. Dann erfolgt die Gewichtsverlagerung in den rechten, vorderen Fuß (hinein sinken).
.) Lu: zurückrollen (nach hinten ziehen)
Das Gewicht wird nach hinten verlagert, dabei drückt man sich vom rechten Fuß nach hinten. Die Hüften werden nach hinten geschoben und am Ende 45° nach links gedreht. Den rechten Arm am Ellbogen angewinkelt etwas zurückziehen und die rechte Handfläche etwas nach innen (zum Körper) drehen, so bleibt sie stehen, während der linke Arm zur Seite und nach hinten schwingt und ausholt.
.) Ji: drücken
Die Hüften drehen wieder nach vorne und man sinkt in die Mitte. Dabei kommt der linke Arm (Wurfbewegung) nach vorne und das linke Handgelenk wird auf das rechte Handgelenk gelegt. Die beiden Mittelfinger sollen die Unterarme des jeweiligen anderen Armes berühren. Die angewinkelten Arme werden zur Brust, in der Höhe unter dem Brustbein, gezogen. Das Gewicht ist in der Mitte.
Mit einer Kraftwelle werden die Handgelenke nach oben und vorne gebracht und schließlich sinken man in den rechten, vorderen Fuß hinein.
.) An: stoßen
Sich aus dem vorderen Fuß nach hinten drücken, wobei die linke Hand über die rechte rutscht und dann werden die Hände nach hinten und bogenfürmig auseinander gezogen, als würden sie über einen Ball gezogen werden. Wenn die Hände auf Schulterhöhe kommen (abwinkeln der Arme) und die Ellbogen knapp vor den Rippen ankommen folgt eine Kraftwelle und die Finger steigen, die Ellenbogen entfernen sich etwas von den Rippen und Hände nähern sich einander in einer Dreiecksform. Schließlich sinkt man wieder in den vorderen Fuß.

Zurück zur Übersicht der Yang Form 24 bzw. zur 37er Form nach Zheng Manqing

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